Ort als Ressource:
Recyclen vorhandener Strukturen
Das Stuttgart PopUp! ist primär eine Organisationsform
und will die Nutzung von temporären Räumen als
kulturelles Medium fördern.
Dazu bietet es die notwendige Infrastruktur um anderen
Gruppen und Künstlern wie auch Programmen ein
Andocken zu ermöglichen. Es funktioniert als Multiplikator und mischt Nutzer
und Programme. Das PopUp! geht nicht
von einem endzustands-fixierten Format aus, sondern
exponiert bereits den Prozess des Entstehens und
lässt daran teilhaben.
STUTTGART 21
Im Zuge der Realisierungsphase bei dem Mammutprojekt Stuttgart 21 kommt es zu
räumlichen Leerständen im städtischen Gefüge um den Stuttgarter Hauptbahnhof.
Die einige ha-große Brache hinter dem Bahnhof existiert seit mehreren Jahren,
und hätte trotz Ungewissheit über den
Start des Baubeginns, jeden Sommer für
einen Zeitraum von wenigen Monaten bespielt werden können, ohne dass es
den Realisierungsprozess um S21 gestört
hätte.
WAGENHALLEN
In unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, auf einem Teil des Stuttgart 21 Baugebietes,
ist es einer interdisziplinären Gruppe von ca. 70 Kunst und Kulturschaffenden gelungen
einen Produktions- und Präsentationsraum zu errichten. Die Wagenhalle ist mittlerweile
eine anerkannte Bereicherung zu den etablierten Kunst - und Kulturbetrieben Stuttgarts
(wie Staastgalerie, Staatstheater etc.). Allerdings ist sie die einzige in diesem Format.
Die Räumlichkeiten umfassen Ateliers und Arbeitsräume, eine Mehrzweckhalle
und eine
Brache als Vorplatz. Der Betrieb der Wagenhalle existiert seit vier Jahren und muß
jederzeit
mit einer Kündigung rechnen. Das Anliegen des Stadt PopUps
ist es, diese temporären Formen
von Bespielungen ernst
zu nehmen und als ein weiteres
Medium zur Vermittlung von
Kunst
und Kultur zu etablieren. Dabei soll der Fokus nicht zwingend auf der
Erhaltung dieser
Einrichtung liegen, sondern vielmehr um die allgemeine, in Stuttgart bisher
nicht existente
Förderung derartiger Nutzformen gehen.
AKTEURE
Internationale Akteure, wie die Architektengruppe „Exzyst“ aus Paris, befassen sich mit
Produktions- und Aktionsmöglichkeiten in offenen Prozessen. Sie sind in der Lage sehr kurzfristig Orte zu
bespielen. Die Warschauer Architektengruppe „Centrala“ kämpft um den Erhalt von postfordistischen
Raumstrukturen welche zum Abriß bestimmt sind und entwickelt Konzepte zur Umnutzung.
Das „Urban Research Institut“ beschäftigt sich mit Kunst im öffentlichen Raum, und können die
Schnittstelle zu der Öffentlichkeit Stuttgarts herstellen. Die junge Galerie F.A.I.T. aus Krakau arbeitet mit einem
Modell der Bespielung, indem sie temporär
in leerstehende Gebäude der Stadt geht und
Kunstgruppen
einlädt, diese zu bespielen. Die etablierten Institutionen Stuttgarts, wie das Institut für Auslandsbeziehungen
, die Staatliche Akademie der bildenden Künste und die Weißenhofgalerie, sollen in dieser geplanten
Form des Stuttgart PopUp! über ihre gewohnten Sprachrohre die Öffentlichkeit ansprechen
und sie an diesen neuen Ort bringen. Zudem erkennen diese Institutionen bereits die
Möglichkeiten die ihnen die Präsenz im öffentlichen Raum bietet und sehen die Chance das
PopUp! für sich zu nutzen.
ZIELE
Das Ziel des Projekts ist auf dem Gelände von Stuttgart 21 mit Stuttgarter Initiativen und Institutionen
und international aktiven Gruppen
eine Zwischennutzungen zu initiieren. Dazu
wird eine große
ephemere Struktur gebaut, die im Laufe des Projektes von den Akteuren
erweitert und verändert
werden soll. In der Struktur finden dann Ausstellungen, Konzerte,
Diskussionen, und Performances statt.
Die Absicht des Projektes StadtPopUp ist das
Öffnen von Zwischennnutzungs-Räumen für
kulturelle
Präsentationen und Produktionen. Es ist darauf ausgerichtet einen Impuls für die
Erweiterung de
s kulturellen Verständnisses
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